Bei der Produktion von Printerzeugnissen kann einiges schiefgehen. Von der Druckdatenanlieferung über den ...
Bei der Produktion von Printerzeugnissen kann einiges schiefgehen. Von der Druckdatenanlieferung über den Druck an sich bis hin zum Versand - bei den einzelnen Produktionsschritten lauern viele mögliche Fehlerquellen. Grund genug einmal hier die gängigsten aufzuzählen.
Noch bevor die Druckmaschinen eingerichtet werden, kann es bereits bei der Angebotserstellung zu Missverständnissen kommen.
Wenn Kunden zum ersten Mal Magazine oder Kataloge drucken lassen und mit der Printproduktion noch nicht vertraut sind, ist ihnen mitunter auch nicht bewusst, was für ihr individuelles Produkt machbar und was nicht machbar ist. Vielleicht hat der Kunde bei der Konkurrenz oder im privaten Umfeld eine Broschüre gesehen, von der er sehr angetan ist, und möchte daher nun sein Produkt auf ähnliche Weise fertigen lassen. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Nicht jede Grammatur (Gewicht des Papiers) ist erhältlich und auch nicht jede Bindungsart funktioniert bei jedem Printprodukt. Wenn Ihre Broschüre 30 Seiten umfasst, kommt eine Rückendrahtheftung beispielsweise nicht infrage - für diese Bindungsart muss die Seitenzahl durch 4 teilbar sein. Ab einer hohen Seitenzahl, und sei sie auch durch 4 teilbar, muss mit einer Klebebindung gearbeitet werden.
Nicht nur die Bindungsart und das Papier, auch weitere Details wie Veredelungen mit UV-Lack, Heißfolie oder Softtouch-Beschichtung müssen noch vor der Angebotsbestätigung geklärt werden.
Ist die Kommunikation zwischen Kunde und Druckerei bereits im Vorfeld missverständlich und Preise müssen neu berechnet werden, kann sich bereits die Planung der Druckproduktion verzögern. Daher ist es wichtig, dass sofern beim Kunden keine Vorkenntnisse in Sachen Druck vorhanden sind, er mit der Druckerei seine Wünsche und Vorstellungen genauestens bespricht, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.
Die Kundenwünsche sind besprochen, das Angebot ist bestätigt, schon wartet die nächste mögliche (und sehr ärgerliche) Fehlerquelle: falsche Druckdaten.
Printprodukte werden im Vierfarbmodus hergestellt und daher müssen Druckdaten unbedingt im CMYK-Farbmodus angelegt werden. Sollten Sie Ihre Datei im RGB-Farbmodus angelegt haben, kann die Druckerei diese zwar umwandeln, aber nicht alle RGB-Farben können im CMYK-Farbraum dargestellt werden und so können unerwünschte Farbveränderungen auftreten.
Aber nicht nur der richtige Farbraum, sondern auch die Auflösung der Druckdaten ist maßgeblich für ein schönes Druckergebnis. Je höher die Auflösung ist, desto genauer werden Details dargestellt. Die Auflösung wird als dpi (dots-per-inch) oder ppi (pixel-per-inch) angegeben und sollte bei Produkten wie Flyern bei mindestens 300 dpi liegen. Druckobjekte, die wir aus der Ferne betrachten, wie beispielsweise Plakate oder Banner, dürfen auch eine etwas niedrigere dpi Zahl aufweisen.
Auch im Dateiformat und im Beschnitt können sich Fehler einschleichen und sollten daher vor Abgabe an die Druckerei genauestens kontrolliert werden.
Doch nicht nur bei den Druckdaten lauern Fehler, auch im Druck selbst und in der Weiterverarbeitung können unerwünschte Probleme auftreten: Kratzer in der Druckplatte, Verwischen der Farbe auf den Druckbogen oder Kratzer bei der Weiterverarbeitung.
Sollte in den vorherigen Arbeitsschritten alles glattgelaufen sein und die Druckprodukte wurden ohne Fehler produziert, gilt es noch den letzten Schritt, den Versand, zu meistern. Hier können Adressen der Kunden oder die auszuliefernde Menge (sofern Teilmengen an verschiedene Adressen gehen) vertauscht werden.