Druckverfahren erklärt: Tief- und 3D-Druck – Teil 3 | sourc-e Wissen

Wie schaut die Zukunft des Drucks aus? Was lässt sich mittlerweile mit 3-D Druckern herstellen? ...

Druckverfahren erklärt: Tief- und 3D-Druck – Teil 3 | sourc-e Wissen
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Druckverfahren erklärt: Tief- und 3D-Druck – Teil 3 | sourc-e Wissen

Wie schaut die Zukunft des Drucks aus? Was lässt sich mittlerweile mit 3-D Druckern herstellen? Und mit welchem Verfahren werden eigentlich unsere Banknoten gedruckt?

Druckobjekte begegnen uns im Alltag überall, auch wenn wir es manchmal nicht bewusst realisieren. Druck ist omnipräsent – aber woher kommen die Druckobjekte und welche Mechaniken stecken dahinter?

In den ersten beiden Teilen der Serie „Druckverfahren erklärt“ haben wir die Verfahren des Offset-, Hoch-, Digital- und des Siebdrucks vorgestellt und erklärt. Im dritten und letzten Teil werden wir uns mit dem Tiefdruck, dem Druckverfahren unserer Banknoten, und dem 3D-Druck beschäftigen.

Der Tiefdruck

Mit dem Tiefdruckverfahren werden Banknoten und auch vieler unserer Briefmarken gedruckt. Allerdings hat diese Methode eine viel ältere Tradition, welche dem 19. Jahrhundert entstammt. Viele bekannte Kunstobjekte aus dieser Zeit waren Kupferstiche, eine der ersten Vorformen des heute bekannten Tiefdrucks. Bis heute hat sich das Verfahren in der Kunstszene fest etabliert.

Der Tiefdruck ist ein direktes Druckverfahren. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck zunächst eingefärbt und die überschüssige Farbe danach mit einer Rakel entfernt. Die abzubildenden Elemente liegen dabei als Vertiefungen in dem Druckzylinder vor, die Druckfarbe befindet sich nach dem Einsatz der Rakel also nur noch in den Vertiefungen. Die Farbe wird zuletzt unter hohem Pressdruck auf den Druckträger übertragen.

Das Erstellen der individuellen Druckzylinder ist aufwendig und vergleichsweise teuer. Deswegen wird der Tiefdruck hauptsächlich bei Druckerzeugnissen mit sehr hoher Auflage verwendet: Kataloge, Magazine, Zigarettenschachteln aber auch Briefmarken und unsere Banknoten.

Die Vorteile des Tiefdrucks bestehen in der stabilen Farbwiedergabe und der hohen Druckqualität. In der Kunst wird der Tiefdruck häufig bewusst eingesetzt um einen bestimmten „Look“ zu erzeugen. Bei den meisten alltäglichen Druckobjekten ist allerdings mittlerweile das Offsetdruckverfahren deutlich flexibler und kostengünstiger.

Der 3D-Druck

Vor einigen Jahren noch Science-Fiction Vorstellung, heute schon für jede Privatperson erhältlich und zugänglich. Tassen, Figuren, Werkzeuge oder Dekorationen lassen sich einfach zu Hause ausdrucken. Mit dem 3D-Druck kann praktisch alles dreidimensionales mehr oder weniger realitätsgetreu repliziert werden.

Im 3D-Druck gibt es viele verschiedene Druckverfahren: die Stereolithographie, das selektive Laserintering, das Fused Deposition Modeling und das Luminated Object Manufacturing. Grundsätzlich wird bei allen Verfahren ähnlich vorgegangen. In der Regel wird immer schichtweise gearbeitet. Eine Drüse trägt das verwendete Material auf die Arbeitsplatte im unteren Bereich des 3D-Druckers auf. Je nach Technik und Druckerzeugnis ist das Material bereits geschmolzen oder wird noch erhitzt. Der Drucker arbeitet sich Schicht für Schicht von unten nach oben vor, bis das Objekt fertiggestellt ist.

Außerdem gilt: Je feiner das Ausgangsmaterial, desto besser und detailgetreuer das fertige Objekt.

Seit Beginn der Kommerzialisierung des 3D-Druckers können auch Normalverbraucher sich eigene, dreidimensionale „Spielereien“ drucken. Mittlerweile ist der 3D-Druck allerdings in fast allen Bereichen tätig. Ganze Maschinen oder Maschinenteile für Flugzeuge oder Fahrzeuge werden mit dem Verfahren gefertigt.

Sogar die Medizin greift teilweise auf den 3D-Druck zurück: Momentan wird versucht, den klassischen Gips durch ein 3D-gedrucktes Filament zu ersetzen.

Die Möglichkeiten und Grenzen des 3D-Drucks sind quasi endlos. Die hohen Anschaffungs- und Materialkosten schrecken viele Verbraucher zwar noch ab, dennoch haben Sie die Möglichkeit fast jeden erdenklichen Gegenstand detailgetreu und reproduzierbar herzustellen.

Immerhin können Sie bereits einen weiteren 3D-Drucker mit Ihrem eigenen 3D-Drucker „ausdrucken“.

Der dritte Teil schließt damit die Serie ab. Wir hoffen, Ihnen einen informativen Überblick über 6 der bekanntesten und relevantesten Druckverfahren gegeben zu haben und freuen uns über jegliche Gedanken oder Anregungen ihrerseits und stehen Ihnen bei jeglichen Fragen zur Druckbranche jederzeit zur Verfügung.