Papierpreisentwicklung - Raus aus der Papierpreishölle

Erfahren Sie, wie Sie trotz der letzten Papierpreiserhöhung Druckobjekte kostengünstig einkaufen können & ...

Papierpreisentwicklung - Raus aus der Papierpreishölle
Papierpreisentwicklung - Raus aus der Papierpreishölle

Papierpreisentwicklung - Raus aus der Papierpreishölle

Jahrelang war die Papierpreisentwicklung stabil und zugleich der Preis im Einkauf günstig - ein Traum für jeden Verlag und jede Druckerei. Doch die Entwicklung des Papierpreises hat sich im vergangenen Jahr drastisch geändert. Eine gesamte Branche unter Preisdruck.

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Für alle papierverarbeitenden Betriebe dürften die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes über die Preisentwicklung bei Papier und Pappen alarmierend gewesen sein: Seit Jahresende 2017 stiegen die Preise um mehr als fünf Prozent. Besonders deutlich wird das, wenn man sich das Rohmaterial anschaut.

Preissprünge von fast zwanzig Prozent – innerhalb eines Jahres

Der „Bundesverband Druck“ und das Branchenportal „Euwid“ berichten, dass eine Tonne Zeitungspapier mittlerweile (Stand August 2018) 485 Euro kostet. Im Jahr 2017 waren es lediglich 425 Euro – ein Preisanstieg um immense 17 Prozent, in weniger als zwölf Monaten. Über Jahre haben die Papierhersteller ein Überangebot auf den Markt geworfen und sich untereinander mit Preisdumping ausgestochen – ein klassischer Käufermarkt, die Druckereien diktierten den Papierfabrikanten die Preise.

Jetzt ist es umgekehrt: Viele Hersteller bauen Überkapazitäten ab, schließen Fabriken, senken das Angebot und erhöhen die Preise, ohne befürchten zu müssen, dass die Kunden ohne großen Aufwand zu einem viel billigeren Anbieter wechseln können – die gibt es nicht mehr. Teilweise, so berichtet es das Medienportal „meedia“, ist sogar von Lieferengpässen bei bestimmten Papiersorten die Rede – nach jahrelangem Überangebot eine völlig neue Situation für Druckereien und Verlage. Hinzu kommt, dass Zellstoff, der Rohstoff zur Papierproduktion, teurer wird.

Vergleicht man die Verbraucherpreise für Druckerzeugnisse, sieht man, dass diese im gleichen Zeitraum nur um 0,8 Prozentpunkte teurer wurden. Kurzum: Die druckenden Unternehmen gaben die höheren Preise (noch) nicht an die Konsumenten weiter. Im Gegenzug dazu sinken die Altpapierpreise deutlich – um bis zu 20 Euro pro Tonne. Der Grund: Überangebot. China, größter Abnehmer für Altpapier, hat die Kriterien zur Annahme von Altpapier geändert und importiert nun deutlich weniger Altpapier als noch vor ein paar Jahren.

Papierpreiserhöhungen einfach weitergeben? Schwierig

Der Papierpreis hat sich in den vergangen Monaten und Jahren deutlich verteuert, aus – wie dargelegt – verschiedensten Gründen. Da die Nachfrage nach Print-Produkten, vor allem nach Zeitungen und Zeitschriften, sinkt seit Jahren kontinuierlich – auch wegen des Internets, das eine Vielzahl der Inhalte auf diversen Kanälen gratis bereitstellt.

Sinkende Auflagen, steigende Papierpreise: kein leichtes Umfeld für die Verlagsbranche. „Höhere Kosten für Rohstoffe sind daher Gift für eine Branche, deren Umsatzrendite stark unter Druck ist“, schreibt das Handelsblatt. Besonders gefährlich ist die Situation, weil beide Parteien mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Verlage wollen keine höheren Preise hinnehmen, die Papierhersteller wollen profitabel arbeiten.

Eine besonders einfache Lösung für Druckereien und Verlage wäre es, die Copy-Preise anzuheben. Doch da gibt es ein Problem: die Kundenakzeptanz. In den vergangenen Jahren haben etliche Zeitschriften und Zeitungen ihre Stückpreise immer wieder erhöht. Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ etwa sprang von ehemals 4,50 Euro auf mittlerweile 5,30 Euro. Auch der „SPIEGEL“ knackte vor kurzem die 5-Euro-Marke. Für viele Kunden ist die Schmerzgrenze damit erreicht.

Große Herausforderungen für den Papier-Einkäufer bei der Papierpreisentwicklung

Die alles entscheidende Frage für die Verlage und deren Einkäufer lautet: „Wie kann ich die Papier- und Druckkosten so gering wie möglich halten bei wandelnder Papierpreisentwicklung?“ Die Möglichkeiten sind vielfältig. Naheliegend und kurzfristig sinnvoll wäre der Wechsel zu einem günstigeren Lieferanten. Problem: Um die Produktionsprozesse aufeinander abzustimmen und die bisher erreichte Qualität zu gewährleisten, braucht es oft viel Zeit.

Alternativ könnte der Einkäufer auch versuchen, einen eventuell bereits bestehenden Vertrag beim aktuellen Druckunternehmen nachzubessern, um – ebenfalls wohl kurzfristig – Kosten zu senken. Beim Vertragspartner dürfte ein derartiger Schritt aus naheliegenden Gründen auf wenig Gegenliebe stoßen. Im schlechtesten Fall überwirft man sich dauerhaft mit dem womöglich langjährigen Geschäftspartner.

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Nur ein starker Einkauf ist ein effizienter Einkauf

Um Kosten zu senken, wagen sich viele Unternehmen an das wohl mit Abstand unbeliebteste Mittel: Personalkosten reduzieren. Doch auch diese Maßnahme hilft oft nur kurzfristig – und schadet langfristig. Beispiel: Weil die Druckkosten für den Verlag zu hoch sind, entlässt ein Geschäftsführer zwei von vier Angestellten im Zentraleinkauf. Im Normalfall bleibt der Jahresumsatz zunächst ähnlich hoch, bei deutlich gesunkenen Kosten. Langfristig können zwei Mitarbeiter unmöglich die Arbeit von vier Angestellten stemmen – der Umsatz sinkt, die Personalkosten bleiben jedoch gleich. Eine Lose-Lose-Situation, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Eine weitere Lösung, die Verlage oft verschmähen, weil sie Geld kosten: externe Unternehmensberatungen. Dabei könnten diese Firmen einen völlig neutralen Blick auf eine eventuell veraltete Prozesskette werfen und diese bewerten und optimieren – gegenläufig zur weit verbreiteten Meinung häufig ohne Stellenabbau. Die Beratung „Arkwright Consulting AG“ aus Hamburg hat sich auf Verlage und neue Medien spezialisiert: „Selbst in stagnierenden oder rückläufigen Märkten wie der Zeitungsbranche kann durch die Straffung der Produktion und der Prozesse im Back Office bei gleichzeitigem Sicherstellen ausreichender Ressourcen in den Redaktionen, [...] eine gute Profitabilität aufrecht erhalten werden.“

Kooperationen und Digitalisierung können den Papiereinkauf unterstützen

Bislang haben Kooperationen zwischen Verlagen noch Seltenheitswert – zu groß war die bisherige Konkurrenz. Das könnte sich demnächst ändern, zumindest beim Einkauf. Immer mehr Verlage gehen sogenannte Einkaufsgemeinschaften ein und schließen sich zusammen, um die Konditionen für Papier oder Druckleistungen zu verbessern. In der Vergangenheit haben die Südwestdeutsche Medienholding, die Freie Presse, Die Rheinpfalz und die F.A.Z. eine Einkaufsgemeinschaft für Verlage (EKG) gegründet. Die schlüssige Begründung: „Durch den Zusammenschluss kann ein starker Marktauftritt, die wirtschaftliche und ökologische Optimierung der Logistik sowie die Steigerung der Effizienz in den Unternehmen und bei den Lieferpartnern erzielt werden.“

Große Chancen für die Verlagsbranche hat auch die – so widersprüchlich es im ersten Moment klingen mag – Digitalisierung geschaffen. Damit lässt sich der prinzipiell sehr aufwendige Einkauf deutlich vereinfachen. Tools wie zum Beispiel vom Kölner Start-up „sourc-e“ berechnen in Windeseile Angebote für komplexe Projekte, für die manch Einkäufer Tage, wenn nicht sogar Wochen gebraucht hätte. „sourc-e hat eine cloudbasierte Software entwickelt, die den kompletten Beschaffungsprozess für Druckdienstleistungen vereinfacht – bis auf wenige Mausklicks!“ Ein eigens entwickelter Algorithmus ermittelt den effizientesten Produktionsweg und optimiert die Gesamtkosten.

Kostenvorteile für Anbieter und Nachfrager

Sowohl für kleine als auch für große Unternehmen bietet diese Teilautomatisierung neben den positiven Kosteneffekten noch weitere Vorteile. Für die Druckereien, die ausführende Kraft, eröffnet sich ein größerer potenzieller Kundenkreis, für die Nachfrager, Verlage und Ähnliches, eine vergrößerte Angebotsvielfalt. Dementsprechend leichter fällt es, einen Druckdienstleister zu finden, der genau jene Präferenzen erfüllt, die ein Verlag zum Beispiel hinsichtlich der Papierqualität verlangt.

Noch ein Vorteil für Einkäufer: die hohe Vergleichbarkeit der Anbieter untereinander – früher ohne geeignete Plattform ein nahezu unmögliches Unterfangen. „Nach jedem abgeschlossenen Auftrag bekommt der Kunde die Möglichkeit, Feedback zu geben, also seinen Dienstleister zubewerten.“